Die Just-5-for-Life-Methode: 5 Säulen für nachhaltigen Erfolg – ohne auszubrennen.
(0:00 - 0:26)
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Effizient, Gesund, Nachhaltig. In der heutigen Podcast-Episode geht es um meine 50%-Regel. Und herzlich willkommen hier bei Effizient, Gesund und Nachhaltig.
(0:26 - 0:34)
Ich bin's wieder, Stefan. Stefan Schlegel, dein Unternehmer, Mentor und Podcaster. Jawohl, es ist Dienstag, es ist Podcast-Zeit.
(0:34 - 0:55)
Und heute, heute möchte ich über meine 50%-Regel sprechen. Was heißt die 50%-Regel? Nun, als allererstes möchte ich dir eine kleine, kleine, kleine Geschichte erzählen. Und zwar ist diese Geschichte von 2012.
(0:57 - 1:13)
2012 war ich das aller, allererste Mal beim Race Across America am Start. Und ja, ich war also völliger Rookie, keine Ahnung, war nichts, davon viel. Und ja, ich bin dann also mal losgefahren.
(1:14 - 1:33)
Und das Race Across America, ganz kurz Version, ist ein 4.000, naja, sagen wir knapp 5.000 Kilometer Non-Stop Radrennen von der Westküste Amerikas zur Ostküste. Das heißt von Oceanside, Kalifornien bis Annapolis, Maryland. Einmal quer durch den ganzen Kontinent.
(1:33 - 1:49)
Mit dem Fahrrad in maximal 12 Tagen Zeitlimit. So, das heißt also mathematisch gesehen musste ich jeden Tag mindestens 400 Kilometer Fahrrad fahren. Das Ganze ging natürlich nicht an einen 40 kmh-Schnitt.
(1:51 - 2:05)
Sondern das ging dann irgendwann wahrscheinlich eher so Richtung 20 kmh und noch langsamer sogar. Also ich kann mich dran erinnern, ich bin mal 7 kmh gefahren und wusste gar nicht, dass ich so langsam fahren kann und glaubte, ich fahre immer noch Fahrrad. Naja, anderes Thema.
(2:06 - 2:25)
Also, bei diesem Race Across America gibt es zum einen natürlich einen Gesamtsieger, männlich und weiblich. Dann gibt es noch einen Altersklassensieger, auch wieder männlich und weiblich. Ja, und so ist das erstmal grundsätzlich vom Klassenraum aufgeteilt.
(2:25 - 2:38)
Das heißt 18 bis 49 ist die Hauptkategorie. Okay, so weit, so gut. Also ich, Rookie, brutalste Schmerzen, viele Probleme, total den Schlafanzug.
(2:38 - 2:49)
Habe jede Nacht, damals waren es eineinhalb Stunden, geschlafen. So lange habe ich danach nie wieder geschlafen. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema.
(2:49 - 3:04)
Aber worauf möchte ich hinaus? Wir radeln und radeln und kommen irgendwann immer näher, immer näher. Wir sind bei Kilometer ungefähr 4700. Da sagt mir der liebe Matthias, mein Radmechaniker, über das Headset.
(3:04 - 3:20)
Das bedeutet, ich saß auf dem Fahrrad, hatte meinen Helm auf und ein Headset an. Hinter mir fuhr mein, ja mein Following Car heißt es, also quasi mein Support Auto. Da drin saßen drei Leute, die alle zwölf Stunden gewechselt haben.
(3:20 - 3:42)
Das Auto fuhr also mehr oder weniger 24 Stunden hinter mir und ich vorne weg. Da saß der Matthias hinten drin auf der Rückbank, zuständig für Ernährung und Musik. Und Matthias nahm so das Mikrofon in die Hand und sprach dann so, Du, Stefan, wir sind jetzt ungefähr noch so 100 Kilometer vor dem Ziel.
(3:43 - 4:23)
Der Guido, der andere Deutsche, der momentan auf Platz 11 hinter dir ist, das heißt ein Platz hinter dir, möchte dir deinen zehnten Platz abnehmen, hat jetzt sein Scheibenrad draufgeschnallt, Ero-Helm aufgesetzt, hat eben eine Schlafpause gemacht und greift jetzt voll an. Also, nur dass du es verstehst, du fährst 4700 Kilometer, dann erfährst du, dass dein Konkurrent auf einmal dir deinen Platz noch streitig machen will. Natürlich ging es irgendwann einfach dann nur noch mal um Plätze, um Platzierungen, in erster Linie um Ankommen, natürlich, klar.
(4:24 - 4:50)
Aber davon, das ist so die Grund, das Grundrauschen, wovon du ausgehst, was du natürlich als allererstes dir wünschst, weil sonst ist alles andere ja auch Käse. Aber du wünschst dir natürlich, anzukommen, klar, und dann so weit vorne wie möglich, am liebsten natürlich zu gewinnen, ist ja klar. Also in jedem, der an einem Wettkampf teilnimmt, schlummert auch tief innen drin der Wunsch, ey, wie geil wäre das denn zu gewinnen, ne? Also klar.
(4:50 - 5:10)
Folge dessen gibt jeder sein Bestes, unter die meisten oder fast alle, behaupte ich jetzt mal, Naivität, naiv wie ich bin, darum, unter regelkonformen Bedingungen. Also, Guido hat sich bereit gemacht für ein Zeitfahnduell. Ich dachte, das kann nicht sein.
(5:13 - 6:12)
Matthias hinter mir im Auto sagte nach dem Rennen, Stefan, ich habe dir das gesagt, du bist aufgestanden und als wenn du von einer Tarantel gebissen wirst, hast du dich irgendwie gefühlstechnisch nicht mehr hingesetzt. Ich habe innerlich nur gedacht, boah, du Sau, keine Chance, den Platz kriegst du nicht. Ich quäle mich doch nicht 4700 Kilometer auf dem Fahrrad, schlafe nachts maximal eineinhalb Stunden, bin hundemüde, habe einen aufgeschürften Hintern, also wund gesessen, habe Schmerzen ohne Ende und dann soll ich mir 100 Kilometer vor dem Ziel den 10.
Platz streitig machen? Nein, ich bin, ich bin, ich habe reingetreten wie ein Bekloppter. Ich habe gefühlstechnisch, also das kannst du dir so vorfühlen, vorstellen, wie als wenn du Schaum vor dem Mund hättest, über Kreuz geguckt hast und die ganze Blut geschmeckt hast. So war es natürlich nicht, aber ich habe alles gegeben, was ging.
(6:13 - 6:54)
Wir kommen in den Nepolis an, ich fahre über die Ziellinie, 10. Platz. Ich glaube mit zwei Minuten Vorsprung oder drei Minuten, irgendwie sowas, drei, fünf Minuten Vorsprung komme ich vor ihm ins Ziel.
Also unglaublich bei der Distanz von 5000 Kilometer fast. So, das ist aber jetzt, es ist klar, es ist geil, es ist ein total schönes Gefühl gewesen, doch was war passiert? Und jetzt kommt die 50%-Regelung. Ich bin bis dahin, die letzten Tage kann man fast sagen, ungefähr eine Durchschnittsleistung von 120 Watt gefahren.
(6:56 - 9:48)
Bei 75 Kilogramm Körpergewicht ist das jetzt nicht sonderlich viel, wirklich nicht. Gestartet habe ich irgendwo wahrscheinlich mit 240 oder sowas. Naja, völlig egal, 120 Watt.
Als diese Nachricht kam, er möchte dir den 10. Platz streitig machen, bin ich losgefahren und 100 Kilometer lang mit 180 Watt gefahren. Also nochmal von 120 auf 180 Watt, das sind 50% mehr Leistung.
Habe ich irgendwie eine Kochsalzlösung oder eine Glucoselösung bekommen? Habe ich irgendwelche Aufputschmittel bekommen oder sowas? Nein, rein gar nichts. Es war rein aus meinem Kopf heraus der unglaubliche Fokus und der unbändige Wille, ich will das schaffen. Und jetzt kommt diese 50%-Regel.
Wenn du glaubst, du kannst nicht mehr, dann bist du erst bei 50%. Wenn du glaubst, du kannst nicht mehr, dann bist du erst bei 50%. Wenn du in deinem Business einfach denkst, hey, es geht nicht mehr weiter, hey Junge, du bist erst bei 50%.
Wenn du in deinem Wettkampf irgendwann an einem Punkt bist, wo du denkst, hey, ich kann nicht mehr, ich schaff's nicht mehr. Mädel, du bist erst bei 50%. Da ist noch so, so viel mehr in deinem Tank.
Halte durch, dann kommst du durch. Wenn du glaubst, du kannst nicht mehr, dann bist du erst bei 50%. Und diese Botschaft, diese Erkenntnisse, die möchte ich dir einfach mitgeben und wünsche dir aus tiefstem Herzen, dass du das erlebst, dass du das annimmst, was ich dir hier sage.
Denn ich kann es faktisch beweisen. Und vier Jahre später habe ich Ähnliches nochmal geleistet. Da waren es über 60% dann.
Also noch mal, wenn du glaubst, du kannst nicht mehr, bist du erst bei 50%. So, also, krempel die Ärmel hoch, hol deinen unbändigen Willen raus, schalt den Beast-Mode an und gib Gas. Es ist dein Ziel, dein Traum, dein Wunsch.
Also geh raus und hol ihn dir. Rock'n'Roll. Und jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als zu sagen, ich wünsche dir eine geile Woche mit 50% mehr Power.
Und wir sehen uns und hören uns nächste Woche Dienstag, wenn es heißt, oder nee, anders gesagt, bis dahin heißt es so. Ciao, ciao, bye, bye. Dein Stefan.