Die Just-5-for-Life-Methode: 5 Säulen für nachhaltigen Erfolg – ohne auszubrennen.
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Effizient, Gesund,
00:00:03: Nachhaltig.
00:00:08: In der heutigen Podcast Episode geht es um
00:00:11: eine Hörerfrage, die mich ganz persönlich berührt.
00:00:15: Willkommen hier bei Effizient, Gesund und
00:00:25: Nachhaltig.
00:00:26: Ich bin's wieder, Stefan.
00:00:28: Stefan Schlegel, dein Unternehmer, Mentor und Podcaster.
00:00:32: Es ist Dienstag.
00:00:33: Es ist Effizient, Gesund, Nachhaltig Zeit.
00:00:36: Ja, und heute geht es um eine Hörerfrage,
00:00:40: die mich erreicht hat per E-Mail und
00:00:43: zwar von, ich nenne ihn mal Ralf, also
00:00:48: freierfundener Name Ralf.
00:00:50: Ralf hat geschrieben beziehungsweise gefragt Hey, Stefan, ich
00:00:54: habe momentan einfach seit einigen Wochen das Gefühl,
00:00:58: dass ich überhaupt keine Energie mehr habe, dass
00:01:01: mir alle Aufgaben zu viel wären.
00:01:03: Ich keine Zeit und Kraft finde, noch Sport
00:01:05: zu treiben und mit der Ernährung klappt es
00:01:08: auch gerade momentan nicht mehr so gut.
00:01:10: Wie bist du?
00:01:12: Wie gehst du in so einer Situation damit
00:01:14: um?
00:01:15: Welche Tipps hast du?
00:01:17: Ja, das ist natürlich etwas, wie ich eingangs
00:01:20: schon erwähnt habe.
00:01:21: Das ist eine Frage, die mir sehr, sehr
00:01:23: am Herzen liegt.
00:01:26: Denn ich werde jetzt mal das ein oder
00:01:28: andere Kapitel öffnen, was ich bisher noch zugeschlossen
00:01:33: hatte.
00:01:34: Und zwar ist es bei mir so gewesen,
00:01:37: dass ich ein Burnout hatte.
00:01:40: Ja, Burnout.
00:01:42: Ich war ausgebrannt.
00:01:43: Ich hatte genau dieses Gefühl, was du lieber
00:01:46: Ralf erzählt hast.
00:01:48: Ich hatte das Gefühl, ich konnte überhaupt nichts
00:01:50: mehr schaffen.
00:01:51: Ich war einfach nur am Hasseln.
00:01:53: Ich war nur am Arbeiten und habe nie
00:01:55: ein Ende gefunden und vor allen Dingen auch
00:01:57: kein Erfolg.
00:01:59: Das heißt, ich bin mit einem Glaubenssatz aufgewachsen,
00:02:03: der mir in dieser Situation definitiv nicht weitergeholfen
00:02:08: hat.
00:02:09: Und so habe ich immer mehr, immer mehr
00:02:10: gearbeitet und kam einfach nicht voran.
00:02:15: Tja, und dann war das Unausweichliche quasi.
00:02:20: Tja, kam, rollte auf mich zu und das
00:02:23: war eben, ich saß bei meinem, oder nicht
00:02:26: bei meinem, ich saß bei einer Psychotherapeutin am
00:02:31: Tisch und sie meinte nur so, Herr Schlegel,
00:02:35: das, was Sie jetzt erzählt haben und so,
00:02:37: wie Sie vor mir sitzen, würde ich Sie
00:02:38: am liebsten heute direkt, sofort in die Klinik
00:02:41: einweisen.
00:02:43: Was sagt der typische Burnoutler in der Situation
00:02:45: und was habe ich geantwortet?
00:02:48: Ja, danke für die Info, aber ich habe
00:02:50: dafür keine Zeit und bin wieder gegangen.
00:02:53: Ich bin tatsächlich wieder gegangen.
00:02:56: So zweieinhalb, drei Monate später saß ich auf
00:02:58: dem gleichen Stuhl und habe gesagt, okay, Sie
00:03:00: haben damals gesagt Klinik, erzählen Sie mal, was
00:03:02: gibt es für Optionen?
00:03:05: Und so bin ich dann in die Burnoutklinik
00:03:07: gekommen.
00:03:07: Also, lieber Ralf, wie bin ich damit umgegangen?
00:03:10: Gar nicht falsch, ich habe einfach weitergemacht und
00:03:14: all die Signale ignoriert.
00:03:17: Jetzt habe ich diese Podcast-Episode aber nicht
00:03:20: ins Leben gerufen, um dir zu sagen, selbst
00:03:22: schuld sucht dir jemand anders, der dir weiterhelfen
00:03:24: kann, denn ich habe daraus viel, viel gelernt.
00:03:28: Zum einen habe ich seit dem Klinikaufenthalt und
00:03:34: danach hatte ich über ein Jahr, ich glaube
00:03:36: eineinhalb Jahre psychisch-therapeutische Unterstützung noch bei einem,
00:03:43: wie nennt man das denn einfach?
00:03:44: Naja, einem ortsansässigen Arzt oder Therapeutin.
00:03:52: Und das war extrem hilfreich für mich, viele
00:03:57: Dinge zu verstehen, viele Dinge in mir zu
00:03:59: verstehen.
00:04:00: Darum geht es ja letztendlich, nämlich herauszufinden, warum
00:04:03: handele ich so, wie ich handele?
00:04:05: Was bringt es mir?
00:04:07: Was brachte es mir?
00:04:08: Wann habe ich damit angefangen?
00:04:09: Weil irgendwann war es ja sinnvoll.
00:04:12: Ist es immer noch sinnvoll?
00:04:14: Was sind die Punkte, die mich wirklich stören?
00:04:16: Etc., etc.
00:04:17: Also hier könnte ich stundenlang eine Episode rausmachen
00:04:21: über das Thema Burnout, meine Erfahrungen damit und
00:04:24: ja, auch meine Lehren daraus.
00:04:28: In Anführungsstrichen möchte ich aber nicht, sondern ich
00:04:30: möchte mehr auf dich, lieber Ralf, eingehen und
00:04:35: vielleicht dir den einen oder anderen, also den
00:04:38: einen oder anderen Hinweis geben und in der
00:04:41: Hoffnung, dass es dir weiterhilft.
00:04:43: Ich hatte vor ein paar Monaten wieder einmal
00:04:46: so eine Situation, wo ich gedacht habe, da
00:04:49: geht gar nichts mehr.
00:04:49: Ich bin völlig verzweifelt und voll am Ende
00:04:54: und das ganze Leben ist scheiße und gegen
00:04:56: mich.
00:04:57: So habe ich mal gedacht.
00:04:59: Und dann habe ich mich hingesetzt und aufgeschrieben.
00:05:02: Was ist denn wieder wirklich gerade in meinem
00:05:04: ganzen Leben alles so schlecht und furchtbar?
00:05:08: Und siehe da, es waren nur vier Punkte.
00:05:11: Da wir aber von Kind auf, von Kind
00:05:13: auf schon beigebracht werden, uns auf das Negative
00:05:16: zu konzentrieren.
00:05:17: Denn in der Schule kriegen wir es zehn
00:05:19: Jahre, zwölf Jahre, wie lange auch immer wir
00:05:21: in der Schule sind, beigebracht, dass nur Aufmerksamkeit
00:05:26: auf dem Negativen gelegt wird.
00:05:28: Du schreibst eine Mathearbeit, hast eine einzige Aufgabe
00:05:31: falsch.
00:05:32: Die wird dir angekreidet in rot Fehler.
00:05:35: Also ein einziges.
00:05:37: Dass du 46 andere Aufgaben perfekt gelöst hast,
00:05:41: wird nirgendwo erwähnt.
00:05:43: Nur das eine Negative wird dir vorgehalten.
00:05:46: Also und so wurden wir als Kinder schon
00:05:50: darauf konditioniert, das Negative zu erkennen.
00:05:57: Und also ist auch dieses Negative das, was
00:06:01: einfach einen großen Sumpf in uns, ich will
00:06:05: mal sagen, verbreitet.
00:06:07: Und wir vergessen dann oftmals an die schönen
00:06:10: Dinge, die ja meistens immer viel, viel mehr
00:06:13: sind als die negativen.
00:06:15: Die negativen empfinden wir nur als schlimmer.
00:06:19: 46 richtige Aufgaben, eine falsche.
00:06:22: Das eine wird angestrechnet.
00:06:23: Boom, negativ, schlimm, furchtbar.
00:06:27: Hättest du besser machen können.
00:06:29: Diese eine einzige Aufgabe hättest du jetzt auch
00:06:31: noch lösen können.
00:06:33: Ich denke, du verstehst, was ich meine.
00:06:36: Und wie gesagt, ich habe dann auf den
00:06:38: Zettel mal aufgeschrieben, all die Punkte, die negativ
00:06:40: waren, und es waren nur vier Stück.
00:06:42: Da sie mir jetzt aber vor mir standen,
00:06:45: die Aufgaben oder die Punkte, die negativ waren,
00:06:47: konnte ich sie greifbar machen und konnte mich
00:06:50: so also Stück für Stück an diese Sache
00:06:52: dran machen.
00:06:54: Vielleicht hilft dir das einfach mal hinzugehen und
00:06:56: zu sagen, was läuft denn gerade nicht so
00:06:58: rund?
00:06:59: Und vor allen Dingen, wie hätte ich es
00:07:00: gerne besser?
00:07:02: Wenn du nicht weißt, was du besser haben
00:07:04: möchtest, dann kannst du es auch nicht verbessern.
00:07:06: Ich hatte letztens ein Geschäftsgespräch mit einer Person,
00:07:13: die dann gesagt hat, ja, weißt du, ich
00:07:16: hätte mir gewünscht, du hättest mir mehr Aufmerksamkeit
00:07:19: geschenkt.
00:07:20: Und da habe ich gesagt, ja, okay, gut,
00:07:23: dann sag mir mal, wie in deiner Wahrnehmung
00:07:26: ich das dann hätte machen sollen.
00:07:27: Also was hätte dir denn gezeigt?
00:07:29: Mehr Aufmerksamkeit?
00:07:31: Ja, weiß ich auch nicht.
00:07:33: Es liegt ja an dir.
00:07:35: Ja, dann jetzt, also Gespräch beendet, Punkt aus,
00:07:39: Ende.
00:07:40: Und jetzt die Reflexion davon, wie kann ich
00:07:42: denn jemandem mehr Aufmerksamkeit schenken oder mehr Wertschätzung
00:07:47: oder Sonstiges, wenn die Person es selbst noch
00:07:49: nicht mal weiß?
00:07:50: Also lieber Ralf, es wird dir niemand helfen
00:07:53: können, wenn du nicht selber auch daran arbeitest.
00:07:57: Also nur du kannst daran arbeiten.
00:07:59: Ich bin ja grundsätzlich ein riesen Fan davon,
00:08:01: sich einen Coach, einen Mentor und Unterstützer zu
00:08:06: holen in verschiedenen Bereichen, ob das in dem
00:08:09: Mindset ist, im körperlichen, im gesundheitlichen, vielleicht im
00:08:14: Kraftbereich, vielleicht im Ausdauerbereich, in verschiedenen Dingen, dass
00:08:18: du dir einfach einen Coach holst.
00:08:19: Ich habe auch verschiedene Coaches und bin in
00:08:21: verschiedenen Netzwerken einfach drin, um mit Gleichgesinnten oder
00:08:26: eben Leuten, die ich als extrem gut oder
00:08:34: mit extremen Expertisen wahrnehme, von ihnen zu lernen
00:08:39: oder mich von ihnen leiten zu lassen.
00:08:41: Und das kann ich jedem nur empfehlen.
00:08:43: Ich meine, du hörst diesen Podcast, du hörst
00:08:45: den ja nicht, weil du so viel Langeweile
00:08:46: hast, sondern irgendetwas scheint ja für dich hierbei
00:08:49: in diesem Podcast gut zu laufen oder wie
00:08:53: der Berliner sagt, Knorke zu sein.
00:08:56: Also irgendwie scheint da ja was gut für
00:08:58: dich zu sein.
00:08:58: Vielleicht bin ich ja auf eine gewisse Art
00:09:01: und Weise bereits einer deiner Mentoren.
00:09:04: Möglicherweise, vielleicht, und das wäre natürlich mein Wunsch
00:09:07: oder meine Traumvorstellung, rege ich dich durch die
00:09:11: Episoden, die ich habe, an, über manche Dinge
00:09:15: in deinem Leben selbst nachzudenken.
00:09:18: Wie vielleicht in der letzten Episode, wo es
00:09:20: einfach darum ging, wie siehst du deinen Körper
00:09:23: selbst?
00:09:23: Übrigens, da habe ich tolle, tolle Rückschriften und
00:09:27: E-Mails drüber bekommen.
00:09:29: Aber ich möchte wieder zurück zum Ralf.
00:09:31: Ralf, also zum Ersten würde ich mal an
00:09:33: deiner Stelle schauen, überleg doch mal, was läuft
00:09:38: gerade nicht rund?
00:09:42: Vielleicht überlegst du mal, wann lief es gut
00:09:45: für dich und was war anders zu jetzt?
00:09:48: Vielleicht hast du weniger gearbeitet, vielleicht hast du
00:09:50: mehr gegessen, vielleicht hast du besser gegessen, vielleicht
00:09:54: warst du in einer Beziehung.
00:09:55: Ich weiß es nicht.
00:09:57: Aber dass du einfach mal schaust, wann war
00:09:59: es besser und was war da besser?
00:10:03: Denn Leben bedeutet ja Dynamik.
00:10:06: Und Dynamik geht in alle Richtungen.
00:10:10: Der Ast, sage ich jetzt mal, weht nicht
00:10:13: nur in eine Richtung, er weht in die
00:10:14: andere auch, in die Gegenrichtung wieder.
00:10:17: Also alles hat irgendwo seine Berechtigung.
00:10:22: Wenn Leute zu mir sagen, ah, weißt du,
00:10:25: du mit deinem Unternehmen gehst ja rückwärts oder
00:10:29: du entwickelst dich rückwärts oder auch von deinem
00:10:32: Mindset.
00:10:34: Ja, möglicherweise.
00:10:36: Möglicherweise bin ich aber der Weitspringer, der gerade
00:10:39: rückwärts geht, um Anlauf zu holen.
00:10:43: Also nur weil er rückwärts geht, heißt es
00:10:45: doch nicht, dass es was Negatives ist, sondern
00:10:47: dieser Mensch, der Weitspringer oder der Dreisprung, Profi,
00:10:51: der geht rückwärts, um Anlauf zu holen, um
00:10:54: dann richtig mit ordentlich Power nach vorne zu
00:10:57: springen.
00:10:59: Also Ralf, das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes
00:11:01: gerade sein.
00:11:02: Wichtig ist aber, dass du für dich, ich
00:11:06: nenne es mal auch ein Anker wirfst, um
00:11:09: nicht einfach wirklich abzudriften und irgendwann auch bei
00:11:12: einem Arzt am Tisch sitzt und sagst, habe
00:11:15: ich keine Zeit für.
00:11:17: Wenn du dir jetzt keine Zeit für deine
00:11:19: Gesundheit nimmst, musst du dir irgendwann Zeit für
00:11:21: deine Krankheit nehmen.
00:11:23: Ein Kalenderspruch per Oxalaus, aber ich habe ihn
00:11:28: leidvoll selbst erlebt.
00:11:30: Es ist wahr.
00:11:32: Also, nimm dir Zeit für deine Gesundheit.
00:11:35: Und zwar jetzt.
00:11:36: Nicht morgen, nicht übermorgen, jetzt.
00:11:38: In diesem Moment, wo du diese Episode abhörst
00:11:40: oder anhörst.
00:11:44: Also, drüber nachdenken.
00:11:46: Was war besser?
00:11:47: Was ist jetzt anders?
00:11:49: Was ist jetzt schlechter?
00:11:51: Vielleicht das ein oder andere an deinem Blutbild
00:11:55: machen oder einen Hormontest.
00:11:58: Es gibt so viele Faktoren.
00:11:59: Dein Schlaf.
00:12:03: Vielleicht sind es Glaubenssätze, denen du hinterher rennst
00:12:06: und letztendlich ist doch alles gut, nur du
00:12:08: glaubst, es ist nicht gut.
00:12:10: Es ist aus meiner Sicht immer nur so
00:12:12: gut, wie du es selbst empfindest.
00:12:14: Du bist das Maß.
00:12:17: Du bist die Benchmark.
00:12:20: Niemand anders.
00:12:22: Und in diesem Sinne, lieber Ralf und liebe
00:12:24: Hörerinnen und liebe Hörer da draußen, ich wünsche
00:12:27: euch allen eine fantastische Woche mit wunderschönen Momenten.
00:12:34: Und denkt immer daran, du bist deine eigene
00:12:37: Messlatte.
00:12:40: Ciao, ciao.
00:12:41: Bye, bye.
00:12:42: Dein Stefan.
00:12:49: Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021