Die Just-5-for-Life-Methode: 5 Säulen für nachhaltigen Erfolg – ohne auszubrennen.
(0:00 - 0:26)
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Effizient, Gesund, Nachhaltig. In der heutigen Podcast-Episode geht es um den Tod, um Zahlen, Fakten und um eine Geschichte, meine Geschichte. Hallo und herzlich willkommen hier bei Effizient, Gesund und Nachhaltig.
(0:26 - 0:49)
Ich bin's wieder, Stefan, Stefan Schlegel, dein Unternehmer, Mentor und Podcaster. Jawohl, es ist Dienstag, es ist Podcast-Dienstag und heute, heute ein ungewöhnliches Thema, denn, naja, der Podcast heißt Effizient, Gesund und Nachhaltig. Ich rede natürlich immer von Leben, aber jedes Leben hat auch ein Ende.
(0:50 - 0:56)
Und das sind wir beim Tod. Ja, morgen ist der 26. Todestag meiner Mutter.
(0:57 - 1:11)
Ich war damals 24 Jahre jung und vollgepackt mit Testosteron. Naja, du weißt ja, wir Männer in dem Alter, uns kann nix antun. Ich war damals Animateur auf Mallorca.
(1:11 - 1:21)
Ich war jung, brauchte das Geld. Sonne, Meer, Musik, das Leben war laut und bunt. Naja, das Übliche halt, ne? Und plötzlich klingelte das Telefon.
(1:23 - 1:40)
Mein Stiefbruder war dran und er sagte nur, Stefan, wenn du deine Mutter noch mal lebend sehen möchtest, komm sofort nach Hause. Ich habe nicht mal richtig verstanden, was der damals von mir wollte. Wir hatten doch letzte Woche noch miteinander telefoniert und so.
(1:40 - 2:00)
Aber ich bin in den nächsten Flieger gestiegen, direkt ins Krankenhaus und da lag sie. Und wir sind mittendrin in meiner ganz persönlichen Geschichte, die ich dir heute im Detail einmal erklären oder erzählen möchte. Denn das Thema Tod ist mir extrem wichtig.
(2:00 - 2:20)
Der Tod ist in meinem Leben schon sehr oft in der Nähe gewesen oder da gewesen, hat den einen oder anderen liebenden Menschen mitgenommen. Oder ja, ich selbst war auch ein paar Mal sehr nah dran. Er hatte mich quasi schon das ein oder andere Mal gepackt.
(2:21 - 2:55)
Ich bin aber irgendwie davongekommen. Und darüber möchte ich heute mit dir einfach mal sprechen oder dir einfach mal meine Erfahrung als Mensch, als Sohn, als Vater, als Unternehmer, als Personal Coach einfach mal näher bringen und lehnen dich zurück. Aber was mich wirklich freuen würde, wenn du diese Episode sehr bedacht dir anhörst.
(2:55 - 3:07)
Vielleicht hörst du sie gerade im Auto. Ich bin so ein typischer Auto-Podcast-Hörer oder auf einer Gassi-Runde beim Spaziergang oder Ähnliches. Konzentrier dich ein bisschen heute mal vielleicht etwas mehr auf dieses Thema.
(3:08 - 3:40)
Denn ich weiß, dass die Menschen sehr, sehr ungern über den Tod reden. Sehr viele haben Angst vor dem Tod. Ich nicht.
Denn wie gesagt, ich war schon sehr oft sehr nah selber dran. Und aus dem Grund lehne dich zurück, hör zu und stoppe ruhig ab und zu immer wieder mal die Aufnahmen oder meine Aufnahme hier, also den Podcast und denke einmal darüber nach, wie das bei dir ist. Ich komme zurück in das Krankenhaus.
(3:41 - 4:13)
Ich sehe meine Mutter vor mir liegen, total aufgepumpt, ganz groß, schwer und aufgepumpt mit Kortison, mit Wassereinlagerungen und unfassbar vielen Schläuchen und dieses typische Geräusch, was du dann hörst, wenn du den Herzschlag über das Gerät hörst. Und meine Mutter war eine Frau, die ich gerne so als La Familia beschreibe. Das ist natürlich falsch ausgedrückt.
(4:13 - 4:31)
Jeder, der Italienisch kann oder das Wort kennt, weiß, das ist falsch, was ich sage. Aber für mich ist das einfach dieser Begriff La Familia, einer dieser Menschen, die erst glücklich sind, wenn alle anderen satt sind. Die kocht, die lacht, die liebt, die lebt.
(4:32 - 4:46)
Sie war übergewichtig. Sie hat geraucht, sie hat getrunken, sie hat das Leben genossen auf ihre Art. Und eines Morgens hatte sie Kopfschmerzen im Badezimmer und vier Stunden später war sie tot.
(4:47 - 5:12)
Von jetzt auf gleich. Kein Tschüss, kein letztes Wort, kein Stefan, pass auf dich auf, einfach weg. Und ich stand damals an diesem Totenbett und ich habe geweint, ich war verzweifelt und ich war unglaublich wütend, nicht nur traurig, ich war wütend, weil sie einfach gegangen ist, ohne mir irgendwas mitzugeben, ohne.
(5:14 - 5:42)
Sie war einfach weg, einfach weg, raus, boom, zack, weg aus meinem Leben. Ich hatte nicht die Chance, mich zu verabschieden oder mit ihr noch ein paar Worte zu wechseln. Nein, sie war einfach weg.
Einfach weg. Und ich hätte ihr gerne so viel noch gesagt, so viel gefragt. Und jetzt, das war vor 26 Jahren und weißt du was? Sie war 51 Jahre und ich bin 50 Jahre jetzt.
(5:43 - 5:55)
Das heißt, nächstes Jahr bin ich so alt, wie meine Mutter geworden ist. Und natürlich macht das etwas mit mir. Es bewegt mich, es wühlt mich auf und es lässt mich auch immer wieder zurückschauen.
(5:57 - 6:27)
Lebe ich das Leben, was ich leben will und tue mir das Leben gut? Tue ich dem Leben gut? Wie behandle ich meine Mitmenschen? Ja, das sind so die Gedanken, die ich heute habe. Aber damals, damals an diesem Bett, als ich meine Mutter da saß, in diesem Moment, da habe ich ein Schwur abgelegt. Nie wieder, nie wieder soll ein Mensch wegen Unwissenheit über Ernährung, wegen Bewegungsmangel oder wegen Übergewicht frühzeitig sterben müssen.
(6:28 - 6:34)
Nie wieder. Das hat sich so eingebrannt. Das war mein Antrieb und es ist heute noch mein Antrieb.
(6:34 - 6:48)
Und dafür, dafür kämpfe ich wirklich jeden Tag. Damit die Menschen, die zu mir kommen, einfach ein besseres Leben führen. Und ja, ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht, dass ich sie nicht gerettet habe.
(6:49 - 7:01)
Dass ich hätte früher da sein müssen, früher fragen, früher warnen, früher handeln. Aber ich konnte es nicht. Und weißt du was? Ich konnte sie nicht retten.
(7:03 - 7:22)
Ich kann nur den Menschen helfen, die sich wirklich helfen lassen wollen. Das war eine der schmerzhaftesten Erkenntnisse, eine der schwersten in meinem Leben. Und gleichzeitig, und gleichzeitig war es die Erkenntnis, die mich wirklich befreit hat.
(7:22 - 7:27)
Ich kann nicht jedem helfen. Ich kann nicht jedem helfen. Ich kann nur denen helfen, die sich helfen lassen.
(7:29 - 7:55)
Und genau deshalb möchte ich heute mit dir, oder ist ja eher ein Monolog, über den Tod sprechen. Nicht dramatisch, nicht morbide, sondern ehrlich, klar und mit echten Zahlen. Denn wenn wir über den Tod reden, reden wir eigentlich doch über das Leben, oder nicht? Der Tod ist für manche nur ein Übergang, für andere ist es das Ende.
(7:56 - 8:05)
Ich kann dir auf jeden Fall sagen, es ist schmerzhaft. Es ist schmerzhaft, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und ich habe einige von diesen Menschen verloren.
(8:10 - 8:20)
Es wird nicht leichter. Auch wenn ich älter werde und irgendwann wahrscheinlich Freunde um mich herum auch sterben. Es wird aber trotzdem nicht leichter.
(8:21 - 8:39)
Und wie viele Menschen sterben denn jetzt nun in Deutschland so? Also was ist denn da so die Statistik? Und da bin ich mal hingegangen und habe mir wirklich die aktuellsten Statistiken, die ich gefunden habe, herausgesucht. Und das sind Fakten. Ich werde dir jetzt mal ein paar Fakten an den Kopf ballern.
(8:39 - 9:02)
Im Jahr 2023 sind eine Million oder 1,03 Millionen Menschen gestorben. Das klingt jetzt erstmal abstrakt, aber das sind über 2.800 Menschen jeden Tag. Jeden Tag.
Nur in Deutschland. Und die gute Nachricht? Das sind 3,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Na ja, gut.
(9:04 - 9:15)
Die Zahl ist erstmals seit 2019 nämlich wieder gesunken. Okay, das heißt, die Menschen leben also anscheinend ein Stück weit länger. Aber jetzt wird es interessant.
(9:16 - 9:30)
Und das ist der Teil, der mich persönlich am meisten bewegt. Denn meine Mutter ist an genau dem gestorben, was in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer 1 ist. Herz-Kreislauf-Erkrankung.
(9:31 - 9:54)
Knapp 350.000 Menschen, das sind etwa 34 Prozent aller Todesfälle, starben 23 an Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnlichen Erkrankungen. Also 34 Prozent aller Todesfälle. Platz 2 ist Krebs mit 230.000. Entschuldige bitte, wenn ich diese Zahlen runde.
(9:54 - 10:20)
Also jede einzelne Zahl ist ein Menschenleben. Und ich komme mir gerade extrem respektlos vor, wenn ich sage 230.000. Tatsächlich lautet die Zahl 230.392. Ich möchte nicht diese 392 Menschen verachten oder Ähnliches. Ich möchte es nur dir so einfach wie möglich machen.
(10:21 - 10:31)
Das sind über 22 Prozent aller Sterbefälle. Und Platz 3 sind Krankheiten des Atem- oder des Atmungssystems. Das sind rund 75.000 Menschen.
(10:32 - 10:43)
Und dann gibt es noch die natürlichen Todesursachen, wie Unfälle, Vergiftungen, Stürze. Das sind 50.000 Menschen. Allein 2023.
(10:44 - 10:52)
Oder allein durch Stürze kamen fast 21.000 Menschen ums Leben. Nur durch Stürze. Von der Leiter oder wo auch immer.
(10:53 - 11:04)
21.000. Stell dir das mal vor. Über ein Drittel aller Todesfälle in Deutschland Herz-Kreislauf. Das ist kein Schicksal.
(11:04 - 11:18)
Das ist zu einem Großteil vermeidbar. Meine Mutter hat regelmäßig geraucht, getrunken und Unmengen an Tabletten eingenommen. Ich weiß noch, die hat jeden Tag, also ich weiß nicht, es waren bestimmt 10 Stück.
(11:19 - 11:24)
Jeden Tag. Sie hat ihre Boxen da gehabt. Für Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag.
(11:24 - 11:30)
Du kennst diese Wochenboxen bestimmt. Dann die blaue am Montag und die blaue am Dienstag. Am Mittwoch die rote und so weiter.
(11:32 - 11:42)
Einmal die Woche hat sie diese ganzen Sachen sortiert. Das waren wie Pokerchips. Vielleicht hat sie mit dem Tod gepokert.
(11:44 - 11:53)
Sie hat sich wenig bewegt. Sie hat nicht besonders auf ihre Ernährung geachtet. Das sage ich nicht, um sie zu verurteilen, um Gottes Willen.
(11:53 - 11:58)
Gott bewahre. Nein, natürlich nicht. Ich sage es, weil es die Wahrheit ist.
(11:58 - 12:16)
Und weil genau das der Grund ist, warum ich tue, was ich tue. Warum ich der geworden bin, der ich heute bin. Mehr, mehr als die Hälfte der verstorbenen Frauen und fast ein Drittel der verstorbenen Männer waren 85 und älter.
(12:17 - 12:32)
Meine Mutter wurde 51. Die Lebenserwartung in Deutschland liegt aktuell bei etwa 78,6 Jahren für uns Männer und 83,4 Jahre für die Frauen. Also knapp fünf Jahre länger.
(12:33 - 12:47)
Das klingt nach viel. Aber, und jetzt kommt der entscheidende Punkt, die Frage ist doch nicht, wie lange wir leben. Die Frage ist doch, wie viel dieser Jahre sind wirklich gesunde, selbstbestimmte und aktive Jahre.
(12:48 - 13:05)
Denn in Deutschland gehört der Lebens... Anders. Nein, stopp. In Deutschland gehört bei der Lebenserwartung zu den Schlusslichtern in Westeuropa.
(13:05 - 13:33)
Trotz eines hochmodernen Krankensystems, Gesundheitssystems, ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, der Hauptgrund Herz-Kreislauf-Erkrankung, unerkannter Bluthochdruck, fehlende Prävention. Freunde, das sind Fakten, die ich hier draus baller. Das ist nicht mal meine praktische Erkenntnis aus 28 Jahren Berufserfahrung.
(13:34 - 13:49)
Aber dann gibt es auch noch einen Aspekt, der mich immer wieder beschäftigt. Wie lange leben Menschen, die bereits krank sind? Das ist keine einfache Antwort, logisch. Weil es stark von der Erkrankung abhängig ist.
(13:49 - 14:08)
Aber ein paar Zahlen zum Einordnen für dich mal. Bei Herzinsuffizienz liegen die 5-Jahres-Überlebensrate je nach Studie bei 50-75%. Das bedeutet, die Hälfte der Betroffenen lebt keine 5 Jahre mehr nach der Diagnose.
(14:09 - 14:27)
Bei Krebs sind es 60-65%, je nach Krebsart. Das ist extrem unterschiedlich. Chronische Erkrankungen wie Diabetes, COPD oder Niereninsuffizienz verkürzen die Lebenserwartung im Schnitt um 5-15 Jahre.
(14:30 - 14:40)
Meine Mutter hat ihre Chance zu reagieren nicht genutzt. Ihr Körper hat Alarm geschlagen. Aber sie und ihr Umfeld haben es nicht verstanden.
(14:41 - 14:52)
Oder einfach nicht darauf reagiert. Oder falsch reagiert. Einfach nur Tabletten, anstatt Sport zu verschreiben.
(14:53 - 15:06)
Anstatt die Ernährung zu verändern. Und jetzt kommen wir zum Punkt, der mir am Herzen liegt. Denn das ist ja die Intention.
(15:07 - 15:24)
Den Punkt, für den ich seit über 20 Jahren brenne. Es geht nicht darum, 90 oder 100 Jahre alt zu werden. Es geht darum, bis zum letzten Tag deines Lebens geistig klar, körperlich selbstbestimmt und innerlich frei zu sein.
(15:25 - 15:36)
Und den Begriff kennst du, Longevity. Nein, das ist kein Hype, das ist Wissenschaft. Auch wenn du noch denkst, jeder ist der Longevity-Coach.
(15:37 - 15:54)
Freunde, vor 26 Jahren habe ich gesagt, es soll nie wieder jemand an Unwissenheit über Ernährung, Bewegungsmangel oder Übergewicht frühzeitig sterben. Das ist Longevity. Das habe ich vor 26 Jahren schon gesagt.
(15:57 - 16:08)
Und hier sind die Dinge, die mich wirklich umgehauen haben. Als ich das das erste Mal wirklich gelesen habe. Nur 30% deiner Lebenserwartung werden durch deine Gene bestimmt.
(16:08 - 16:19)
Und 70% hängen von deinem Lebensstil ab. Lass das mal sagen, 70%. 70% du, deiner Entscheidung, jeden Tag.
(16:21 - 16:56)
Und dazu gibt es eine amerikanische Studie mit über 700.000 Veteranen. Hat acht konkrete Faktoren identifiziert, die in Kombination das Leben bei Männern um fast 24 und bei Frauen um knapp 23 Jahre verlängern können. Du erinnerst dich, Lebenserwartung Mann 78 Jahre, doch 78 sind 81, sind 101, das sind 23 Jahre.
(16:57 - 17:09)
102, das sind 24 Jahre. Naja, ob ich jetzt mit unter 80 sterbe oder über 100 bin, das ist kein Witz, das sind Zahlen aus der echten Welt. Und jetzt wird es praktisch.
(17:10 - 17:19)
Ich habe jetzt einfach mal diese acht Faktoren. Es gibt ja eine Podcast-Episode, die habe ich schon zum Thema Longevity rausgehauen. Die kannst du dir in Ruhe einfach mal anhören.
(17:19 - 17:37)
Aber ich kürze das Ganze hier noch mal rein und drücke es noch mal rein, weil es einfach wichtig ist, es ist wirklich wichtig. Und ich sage das seit Jahren und die Wissenschaft bestätigt es immer wieder. Also, der unterschätzte Gamechanger Nummer eins ist Krafttraining.
(17:38 - 17:51)
Krafttraining ist die Sportart mit dem höchsten Return of Investment für deine Lebensqualität. Punkt, aus, Ende. Du baust ein Schutzschild auf gegen Stürze, Gebrechlichkeit, Abhängigkeit und Abhängigkeit im Alter.
(17:52 - 18:04)
Und ab Mitte 40 verlierst du ohne gezieltes Training 1-2% deiner Muskelmasse. Punkt, aus, Ende. Das klingt wenig, aber in 20 Jahren sind das bis zu 40%.
(18:04 - 18:12)
Und dann bist du der Mensch, der nicht mehr alleine aufstehen kann. Krafttraining hält dich aufrecht. Krafttraining hält dich selbstständig.
(18:15 - 18:24)
Und das Zweite ist tägliche Bewegung. Mit Muskelarbeit. Also die sogenannte Age-Gain-Studie.
(18:24 - 18:44)
Deutscher Forscher hat gezeigt, dass Menschen, die bis ins hohe Alter kognitiv fit bleiben, also geistig klar, schnell denken, strukturiert handeln, haben zwei Dinge gemeinsam. Einen bestimmten Genotyp und regelmäßige Bewegung mit echter Muskelarbeit. Das Gute, den Genotyp kannst du nicht ändern, die Bewegung schon.
(18:47 - 19:00)
Butter bei die Fische, bewegt dich, move your ass. Faktor 3, Schlaf. Darüber habe ich ja schon in der Episode 347 über den Chronotyp gesprochen.
(19:01 - 19:09)
Und ich sage es nochmal, Schlaf ist keine Schwäche. Schlaf ist Regulation auf Zellebene. Wer dauerhaft zu wenig schläft, altert schneller.
(19:10 - 19:25)
Du erinnerst dich an meine Klientin, Episode 352. Fünf Stunden Schlaf, Phasenwinkel 4,3, viszerales Fett im roten Bereich. Das ist kein Zufall, das ist Biologie.
(19:26 - 19:41)
Faktor 4 von diesen 8 Punkten, Ernährung. Weniger ist oft mehr. Aber nochmal, darüber habe ich ja alles schon eine ausführliche Podcast-Episode rausgeknallt.
(19:42 - 20:00)
Schau einfach mal in die Zeit, die Region der Welt, in denen die meisten 100-Jährigen leben. Sardinien, Okinawa, Loma Linda, Ikari, Nicoya usw. Was haben die alle gemeinsam? Viel Bewegung im Alltag, wenig Fleisch, viel Gemüse, starke soziale Bindung.
(20:00 - 20:15)
Und keiner von denen macht Biohacking. Faktor 5 von 8 war die geistige Aktivität. Neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz.
(20:15 - 20:37)
Das sind eine der größten Bedrohungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Und die Forschung zeigt klar, wer sein Gehirn regelmäßig fordert durch Lernen, neue Aufgaben, soziale Interaktion, baut eine kognitive Reserve auf, die den Ausbruch von Demenz hinauszögern kann. Lerne eine neue Sprache, spiel ein Instrument, hör Podcast.
(20:37 - 20:46)
Und das meine ich ernsthaft. Lerne dazu, lebenslanges Lernen. Faktor 6 von 8, soziale Bindung.
(20:47 - 20:58)
Das ist so im Prinzip der vergessene Longevity-Faktor. Einsamkeit erhöht das Sterberisiko ähnlich stark wie Rauchen. Da gibt es Studien drüber.
(20:59 - 21:14)
Faktor 7, Stressmanagement. Chronischer Stress tötet langsam. Cortisol ist in kleinen Dosen dein Freund, aber dauerhaft erhöht ist es dein größter Feind.
(21:15 - 21:31)
Chronischer Stress fördert Entzündung, zerstört Muskelmasse, erhöht das viszerale Fett und beschleunigt die Zellalterung. Mach Atemübungen, Meditationen, Natur, Bewegungen, such dir einen Weg. Aber ignoriere das Thema nicht.
(21:32 - 21:46)
Und der 8. und letzte Heck ist quasi nicht rauchen und wenig Alkohol. Alkohol gehört zu den vermeidbaren Todesursachen Nummer 1 in Deutschland. Punkt aus Ende.
(21:48 - 22:04)
Es gibt einen Begriff in der Longevity-Forschung, der mich wirklich berührt hat, Health Span. Nicht wie lange du lebst, sondern wie lange du gesund, funktionsfähig und selbstständig lebst. Und das ist mein Ziel für mich.
(22:05 - 22:30)
Das ist mein Ziel für dich, dass du bis zu deinem letzten Lebensabend geistig und körperlich selbstbestimmt handeln kannst. Das ist für mich entscheidend. Denn was nützt es dir ein Leben bis 90, wenn du die letzten 15 Jahre davon krank bist, nicht selbst auf die Toilette kannst, wenn du nicht mehr weißt, wie deine Kinder heißen, wenn du abhängig bist von Maschinen und fremder Hilfe.
(22:30 - 22:43)
Ehrlich, das wollen wir nicht. Und du kannst jetzt, genau jetzt, daran etwas ändern. Klar kann ich jetzt sagen, schreib mir eine Mail, und wir schauen drauf.
(22:43 - 22:56)
Ja, aber das ist die Logik dahinter. Wenn du es alleine nicht schon machst, dann hol dir jemand dazu. Das ist Longevity und das ist erreichbar für fast jeden.
(22:57 - 23:03)
Ich habe an diesem toten Bett damals geweint. Nicht nur geweint. Ich habe entschieden.
(23:04 - 23:18)
Ich habe damals jedes Buch über Ernährung und Sport gelesen, das es auf Deutsch gab. Jedes Seminar und jede Fortbildung zu diesen Themen absolviert. Das sind mittlerweile über 72 Fortbildungen, die ich habe.
(23:18 - 23:32)
Ich wurde dieser Nerd, dieser Streber, den wir alle noch aus der Schule kennen. Der Typ, der auf jede Frage die richtige Antwort wusste. Aber dann bin ich hingegangen und habe all das an meinem eigenen Körper ausprobiert.
(23:33 - 23:40)
Jede Diät, jede Trainingsmethode. Ich wollte wissen, wie gesund und fit wirklich funktioniert. Und ich weiß es.
(23:41 - 23:55)
Und ich bereue keine Sekunde davon, dass ich meinen Körper so malträtiert habe. Denn je mehr ich gelernt habe, desto klarer wurde mir, die meisten Todesursachen in Deutschland sind beeinflussbar. Nicht alle, aber die meisten.
(23:56 - 24:09)
Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stressmanagement. Das sind keine Luxusthemen, das sind Überlebensthemen. Und genau daraus und dafür habe ich die Just-Five-for-Life-Methode entwickelt.
(24:09 - 24:34)
Bewegung, Ernährung, Regeneration, Mindset und Strategie. Wenn du heute in Episode 352 reinhörst, die Klientin, 44 Jahre, 5 Stunden Schlaf, viszerales Fett im roten Bereich, Phasenwinkel 4,3, dann weißt du, was ich meine. Ihr Körper hat SOS gefunkt, seit Jahren, und sie hat es nicht gehört.
(24:35 - 24:43)
Meine Mutter hat es auch nicht gehört. Ich will, dass du hinhörst. Hör auf die Signale deines Körpers.
(24:43 - 24:56)
Hör auf deine Seele. Hör dir zu. Und wenn du das nicht schaffst, weil du vielleicht nicht mehr so gut hörst, mein Körper und ich eine flüchtige Bekanntschaft, dann kontaktiere mich.
(24:57 - 25:14)
Ich höre hin. Ich habe das gelernt. Ich habe das trainiert.
Ich habe mich daraufhin trainiert, hinzuhören, hinzusehen, zu erkennen. Ich mache das seit über einem Vierteljahrhundert. Und ich brenne heute genauso wie damals.
(25:15 - 25:39)
Dafür, den Menschen zu helfen. Ich weiß nicht, ob meine Mutter stolz auf mich wäre. Ich hoffe es.
Ich glaube es. Was ich aber weiß, dieser Schwur, den ich damals an ihrem Bett abgelegt habe, hat mein Leben verändert. Hat mich zu dem gemacht, was und wer ich heute bin.
(25:40 - 26:00)
Und dieser Schwur damals hat nicht nur mein Leben verändert. Es hat das Leben jedes, jeder einzelnen Person positiv verändert, die ich seitdem betreue. Und das sind hunderte, hunderte Menschen habe ich positiv beeinflusst.
(26:01 - 26:30)
Dadurch, dass sie zu mir gekommen sind und mich um Rat gefragt haben. Und wenn du heute diese Episode hörst und denkst, hey, da ist was dran, dann schreib mir einfach podcast-schlegel.com Lass uns reden. Ich will dir nichts verkaufen.
Ich will dir helfen. Und hey, natürlich Butter bei die Fische. Auch ich möchte irgendwie mein Brot auf meinen Teller bekommen.
(26:30 - 27:48)
Also ja, ich nehme dafür eine Gegenleistung. Aber was ist es dir denn wert, zehn Jahre länger zu leben und nicht einfach nur zu vegetieren? Was ist es dir wert, vielleicht 15 Stunden länger zu leben und intensiver leben zu können und bewusst leben zu können? Was ist es dir wert, deine Enkelkinder im hohen Alter noch zu erkennen, deine eigenen Kinder? Was ist es dir denn wert, mit deinem liebsten Menschen im Alter noch aktiv unterwegs zu sein und nicht nur in deinem Sofa zu sitzen und irgendwelche Fernsehsendungen zu schauen und dahin zu vegetieren? Was ist dir das wert, das Leben ist verdammt noch mal zu kurz, um ungesund zu leben oder sogar frühzeitig wegzuschmeißen? Ich würde alles darum geben, um mit meiner Mutter eine Stunde noch mal reden zu können. Alles.
Naja, fast alles. In diesem Sinne, mach's gut, bleib gesund, eine schöne Restwoche.